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Mietnomaden vermeiden: Wie Vermieter sich mit der Bonitätsprüfung schützen

· 7 Min Lesezeit
Mietnomaden vermeiden mit der Bonitätsprüfung

Eine einzige Mietnomaden-Episode kann Vermieter mehrere Tausend Euro kosten – und es gibt keine schnelle Lösung. Wer vor Vertragsabschluss eine Bonitätsauskunft einholt, erkennt typische Warnsignale rechtzeitig, kann gezielt nachfragen und sich so schützen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie sich als privater oder gewerblicher Vermieter mit einer Bonitätsprüfung wirksam absichern.

Was sind Mietnomaden eigentlich?

Als Mietnomaden bezeichnet man Mieter, die eine Wohnung anmieten, dort wohnen und systematisch keine Miete zahlen. Anders als bei klassischen Zahlungsrückständen ist die Nichtzahlung von Beginn an Teil der Strategie. Häufig ziehen Mietnomaden nach mehreren Monaten ohne Zahlung weiter – und hinterlassen einen materiellen wie prozessualen Schaden.

Eine bundesweite Statistik existiert nicht, der Eigentümerverband Haus & Grund spricht aber von mehreren Tausend Fällen pro Jahr in Deutschland. Vor allem private Vermieter mit einer oder zwei Wohnungen trifft ein einzelner Fall besonders hart.

Was Mietnomaden Vermieter wirklich kosten

Der Schaden setzt sich aus mehreren Posten zusammen, die zusammen schnell den fünfstelligen Bereich erreichen:

  • Mietausfall bis zur erfolgreichen Räumung – das gerichtliche Verfahren dauert in der Regel 6 bis 12 Monate
  • Anwalts- und Gerichtskosten für die Räumungsklage
  • Räumungskosten samt Schlossaustausch und Entsorgung
  • Renovierung und Reparatur der häufig stark beschädigten Wohnung
  • Inkasso und Vollstreckung der ausstehenden Forderungen – oft mit geringer Erfolgsaussicht

Eine schlichte Beispielrechnung: Bei einer Kaltmiete von 800 Euro entstehen allein durch zehn Monate Mietausfall plus Verfahrenskosten 12.000 bis 15.000 Euro Verlust – Renovierungskosten noch nicht eingerechnet. Eine Bonitätsauskunft für unter drei Euro ist im Vergleich eine sehr günstige Form der Absicherung.

Vier Frühwarnsignale aus der Bonitätsauskunft

Eine online Bonitätsauskunft bündelt verfahrensrelevante Daten zu sogenannten Negativmerkmalen. Drei Kategorien sind für Vermieter besonders aussagekräftig:

  • Weiche Merkmale – laufende vorgerichtliche Inkassoverfahren (z. B. Code IA). Hinweis auf strukturelle Zahlungsprobleme.
  • Mittlere Merkmale – Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid oder Lohnpfändung. Gerichtsfeste Hinweise, dass Forderungen tituliert wurden.
  • Harte Merkmale – eidesstattliche Versicherung (EV), Schuldnerverzeichnis-Eintrag oder laufendes Insolvenzverfahren. Eindeutig dokumentierte Zahlungsunfähigkeit.
  • Hinweise unter Vorbehalt – leicht abweichende Datensätze (z. B. ähnlicher Name oder Adresse). Anlass, die Identität noch einmal sorgfältig zu prüfen.

Wer ein hartes Merkmal in der Auskunft findet, weiß: Hier liegt eine gerichtlich dokumentierte Zahlungsunfähigkeit vor. Eine vollständige Übersicht aller Codes finden Sie auf unserer Seite zu den Merkmalen einer Bonitätsauskunft.

Was darf der Vermieter rechtlich abfragen?

Eine Bonitätsauskunft über einen Mieter ist nicht jederzeit zulässig. Voraussetzung ist ein berechtigtes Interesse im Sinne der DSGVO – beim Mietvertrag also der drohende Mietausfall, falls sich der Bewerber als zahlungsunfähig herausstellt. In der Praxis bedeutet das:

  • Die Auskunft sollte erst bei ernsthaftem Vermietungsinteresse eingeholt werden – nicht pauschal bei allen Besichtigungsteilnehmern.
  • Der Bewerber ist über die Abfrage und die beteiligten Stellen (PIVASOFT GmbH, First Debit GmbH) zu informieren.
  • Die übermittelten Daten dürfen ausschließlich für die Entscheidung über den Mietvertrag genutzt und müssen anschließend gelöscht werden.

PIVASCORE setzt diese Anforderungen technisch um und dokumentiert den Datenfluss DSGVO-konform.

In drei Schritten zur Mieterauskunft

  1. Kostenfrei registrieren – die Anmeldung dauert wenige Minuten. Die Freischaltung erfolgt nach kurzer Identitätsprüfung.
  2. Guthaben aufladen – per PayPal oder Banküberweisung, jederzeit nachladbar. Es entstehen keine Grundgebühren.
  3. Bonitätsprüfung durchführen – Anfragedaten eingeben, Auskunft sofort online als PDF abrufen. Eine vollständige Auskunft kostet 2,99 Euro pro Prüfung.

Wie eine fertige Auskunft aussieht, zeigen unsere Beispiel-Musterauskünfte – von „keine Merkmale" bis „harte Merkmale".

Fazit: Eine kleine Prüfung, ein großer Hebel

Mietnomaden sind selten – aber wenn sie kommen, sind sie teuer. Eine Bonitätsauskunft kostet wenige Euro und liefert in Sekunden die Information, ob ein Bewerber bereits in laufende Vollstreckungsverfahren involviert ist. Für private Vermieter mit ein bis zwei Wohnungen ist das die einfachste und günstigste Form der Risikoabsicherung – und eine Investition, die sich schon beim ersten erkannten Risikofall mehrfach auszahlt.

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